Vatertagstour 2010

Die Tour der Verluste

Anfangs trafen sich 15 Spielmannszügler um 10:00 Uhr bei unserem Stabführer Sterni. Bevor wir unsere Tour beginnen konnten, mussten wir auf Walter B. warten, der wie alle Jahre zuvor für das leibliche Wohl (die Rettiche) sorgte. Als der Rettichbote eingetroffen war, begann voller Elan unsere Vatertagstour 2010.

Selbst hartgesottenen Spielmannszüglern waren manche Wege unbekannt, über diese wir schließlich nach Speyer an den Rhein gelangten, wo wir unsere wohlverdiente Mittagspause einlegten. Dort angekommen war der kleine Linus völlig ausgefroren, da sein Vater Nelly nur für sich an die langen Unterhosen gedacht hatte. Wie alle Jahre stärkten wir uns mit Dosenwurst und Rettich gepaart mit flüssiger Nahrung. Der kleine Nelly brachte sein Spielgerät, einen Ball, in die Runde. Dieser wurde seltsamerweise von Jung und Alt als abwechslungsreiche Gaudi aufgenommen. Zu Jedermann Überraschung stellten sich die bis dahin unentdeckten fußballerischen Talente eines jahrelang von Hüftleiden geplagten Mannes heraus. Aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse beschloss Nelly seinen Sohn in die trockene Heimat zurück nach Waldsee zu fahren. Nun waren wir nur noch 13 Radler, unter anderem die wackere Elisa.

Daraufhin setzte die Vatertagsgruppe trotz des schlecht aufkommenden Wetters die Fahrt in das nächste Gasthaus fort. Als wir an dem großen Wasser (dem Rhein) ankamen, mussten wir unsere Fahrt für eine kleine Pinkelpause unterbrechen, weil die Fähre sich gerade am anderen Ufer befand. Zu allem Überfluss fing es auf der Überfahrt an zu regnen. Drüben angekommen nahmen wir Kurs auf das Naturfreundehaus Waagbachhäusel in Altlußheim. Klein Elisa wurde vom Hunger überwältigt und bekam eine Portion Pommes zur Zwischenspeise. Da diese jedoch viel zu heiß war für diesen kleinen Gaumen, stach sie ihr Vater Ralf K. mit der Gabel ein, um die Oberfläche zu vergrößern. Diese Aktion wurde ausführlich diskutiert, aber von keinem der anwesenden Musikanten so richtig verstanden.

Wieder gestärkt mussten wir trotz strömenden Regens die Heimfahrt anstreben, da keine Besserung der äußeren Bedingungen in Sicht war. Ohne Zwischenstopps, außer einem unglücklichen Sturz unseres einzigen nüchtern gebliebenen Vereinsmitgliedes Nils K. durch Fremdeinwirkung des Gegenverkehrs fuhren wir auf direktem Wege die Heimat nach Waldsee an, wo wir unsere Tour 2010 beendeten.

Zu Hause angekommen waren wir bis auf die Haut durchnässt und sehnten uns nach einer heißen Dusche. Trotz allem war es eine sehr gelungene, spaßige und erlebnisreichende Radtour. Einen besonderen Dank gilt unserem Routenführer Walter G., der wie immer eine klasse Tour gewählt hatte.

Nils Kochner + Mike Sternberger